Koestinger_PK_Dezember2018.jpg
Elisabeth Köstinger zieht Bilanz über ein Jahr ihrer ministerieller Leitung © R. Spannlang
Pressekonferenz Wien

Dicke Bretter bohren

Ein Artikel von Robert Spannlang | 06.12.2018 - 16:21

Große Vorhaben seien im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht worden, betonte die Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus: Eine eigene Klimaschutzabteilung im Ministerium sei gegründet, die Klimastrategie der Bundesregierung "#mission 2030" auf den Weg gebracht, die Aktion "Raus aus dem Öl" für den Austausch bestehender Ölheizungen initiert worden. Man sei dabei, E-Mobilität stark zu fördern, wobei man dabei durchaus "technologieneutral" vorgehe, so Köstinger. Nach dem Trockensommer verdankt ihr die Land- und Forstwirtschaft zudem die Widmung von 1 Mio. € für die Erforschung trockenheitsresistenter Kulturpflanzen.  

Dass das zweite Halbjahr unter Köstingers Leitung des Ministeriums in die Periode der österreichischen Ratspräsidentschaft fiel, hat der Ministerin für so manche ihrer ambitionierten Ziele einen längeren Hebel verschafft. Auch darüber besteht kein Zweifel. In der EU-weiten Durchsetzung großer Vorhaben - etwa das Verbot von Mikroplastik - stehen andere große Länder indes auf der Bremse. Auch ist die Liste der noch zu erledigenden Agenden während der österreichischen Ratspräsidentschaft noch lang: die Regelung von Kartellrechtsverletzungen großer Lebensmittelketten in der Landwirtschaft etwa, oder die Reduktion von Einwegverpackung aus Kunststoff.

Genug zu tun bleibt allemal für die Ministerin und ihr Team - unter anderem die Herabsetzung des Anteils fossiler gegenüber erneuerbaren Energie am Gesamtverbrauch in Österreich, aber auch die stärkere Reduktion des nationalen CO2-Ausstoßes.