Die Forstwirtschaft dachte und plante immer in langen Zeiträumen. Was aber tun, wenn sich Entwicklungen in den Bereichen Klima, Wirtschaft und Geopolitik deutlich beschleunigen? Was tun, wenn diese Zeiträume immer schwerer zu lesen und zu antizipieren sind, sich aber die Vorboten dieser „neuen Zeit“ schon jetzt – teilweise dramatisch – bemerkbar machen?
Dies waren Fragen, mit denen sich der Fachtag Waldwirtschaft in Bruck auseinandersetzte. Dass die Veranstalter mit diesem Thema genau ins Schwarze der Befindlichkeit vieler Forstbetriebe getroffen hatten, zeigte die rege Teilnahme an der Veranstaltung: Der „Wappensaal“ an der Forstschule Bruck war zum Bersten voll – wohl auch deshalb, weil mit Gastredner Andreas Nikolaus Kleinschmit von Lengefeld ein besonders renommierter Experte in Sachen EU-Forstpolitik gewonnen werden konnte. Sogar Bundesminister Norbert Totschnig war mit einem Vortrag angekündigt gewesen, hatte aber im letzten Moment aus zeitlichen Gründen doch absagen müssen. Viele Teilnehmende nahmen die Gelegenheit wahr, sich im Rahmen von Fragerunden mit ihren Anliegen direkt an das unter anderem mit Sektionschefin Elfriede Moser, Waldbauexperten Dr. Silvio Schüler und Waldverband Steiermark-Geschäftsführer Bernd Poinsitt auch sonst hochkarätig besetzte Panel zu wenden.