Vergleich der Bodenfeuchte in Unterpullendorf (Jahr 2026 mit dem langjährigen Mittel in 20 cm Tiefe) © BFW
Die anhaltende Trockenheit belastet Österreichs Wälder. Besonders betroffen ist laut Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) der Osten des Landes. An mehreren Monitoringstandorten sank die Bodenfeuchte auf kritische Werte.
Besonders angespannt ist die Situation in Unterpullendorf im Burgenland. Während der Hitzeperiode im Juli fielen dort lediglich 18 mm Niederschlag. In 15 cm Bodentiefe wurde der permanente Welkepunkt erreicht. Ab diesem Wert können Pflanzenwurzeln dem Boden kein Wasser mehr entziehen. Die Eichen am Standort können aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln noch auf Wasserreserven in tieferen Bodenschichten zugreifen. Dennoch registrierte das BFW in Unterpullendorf die niedrigsten Bodenfeuchtewerte der 16-jährigen Messreihe.
Auch in Klausen-Leopoldsdorf nahe Wien macht sich der Wassermangel bemerkbar. Die dort untersuchten Buchen wurzeln weniger tief und können daher nur eingeschränkt auf tiefer liegende Wasserreserven zugreifen. Messungen zeigen eine stark reduzierte Transpiration. Damit verringern die Bäume ihren Wasserverlust.
Regional fällt die Situation unterschiedlich aus. Lokale Gewitter brachten an einzelnen Monitoringstandorten Entspannung. In Mürzzuschlag reduzierten mehrere Niederschlagsereignisse den Trockenstress deutlich. In Fürstenfeld sind die Auswirkungen dagegen bereits sichtbar. Viele Laubbäume warfen Anfang August wegen des Wassermangels einen Teil ihrer Blätter ab. Der vorzeitige Blattverlust ist laut BFW ein Zeichen für die hohe Belastung der Bestände.