Das Projekt findet in Obernberg am Brenner in Tirol auf rund 2000 m Seehöhe statt. Mit Astscheren und Handsägen entfernen die Freiwilligen Grünerlen und anderes Gehölz, schneiden Äste zurück und beseitigen Fichten. So werden die Flächen wieder leichter mäh- und bewirtschaftbar.
Die Lärchenwiesen entstanden durch die jahrhundertelange Doppelnutzung von Wald und Wiese. Lärchenholz und nährstoffreiches Heu waren wichtige Ressourcen für die bäuerlichen Betriebe. Heute erschweren fehlende Arbeitskräfte, kleinere Betriebsstrukturen und die schwierige Erreichbarkeit die regelmäßige Pflege. Maschinen sind im steilen Gelände nur eingeschränkt einsetzbar.
„Die Bäuer:innen wollen diese Flächen erhalten. Sie wissen, wie viele Generationen vor ihnen hier gearbeitet haben, und wollen nicht, dass dieses Erbe verloren geht“, erklärt Projektleiter Klaus Auffinger. Für die aufwendige Erstpflege brauche es jedoch viele Hände.
Das Bergwaldprojekt wird vom Alpenverein gemeinsam mit den Tiroler Schutzgebieten im Natura-2000-Gebiet „Bergmähwiesen in Obernberg am Brenner“ organisiert.