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Gut gelaunt: Die beiden ÖBf-Vorstände Andreas Gruber (li.) und Georg Schöppl hatten heute im Wiener Café Sperling Positives zu verkünden. © R. Spannlang/Forstzeitung

ÖBF-WALDBILANZ

2025 blieb über den Erwartungen

Ein Artikel von Robert Spannlang | 20.01.2026 - 16:12

Auf sehr trockene Verhältnisse im Winter und Frühjahr folgte im Vorjahr ein feucht-kühler Mai und ein regenreicher Juli, die den Schadholzanteil von 1,5 Mio. Efm (75% der Holzerntemenge) 2024 nach zwei Extremjahren auf 895.000 Efm (50% der Holzerntemenge) senkten und damit zurück auf das Niveau von 2022 brachten. „Der überwiegende Anteil stammt aber noch von den Unwettern des Jahres 2024“, so Andreas Gruber, ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz. Insgesamt ernteten die ÖBf 2025 1,8 Mio. Efm – ein Rückgang von 10% im Vergleich zu 2024.

Die Waldschadensbilanz – das sind die Kosten für die Käferprävention und -bekämpfung, Infrastrukturschäden sowie Deckungsbeitragsverlust und Lagerkosten für Schadholz – beläuft sich für 2025 auf 31 Mio. € und fällt damit um 37% niedriger aus als im Vorjahr (49 Mio. €). Etwa jeweils ein Drittel der Schadmenge war 2025 auf Borkenkäferbefall bzw. Sturmschäden zurückzuführen (jeweils rund 300.000 Efm). Ungefähr ein Viertel entfällt auf Schneebruch (circa 230.000 Efm). „Aber selbst wenn wir auf unseren Flächen auf ein gutes Waldjahr mit weniger Wetterextremen zurückblicken können – weiterhin steigende Durchschnittstemperaturen und eine mittlerweile ‚normale‘ Schadholzmenge von zumindest 50 bis 60% und die immer noch hohe Schadensbilanz weisen uns den Weg“, erklärte Georg Schöppl, ÖBf-Vorstandssprecher.