Schutzwald

TUM startet Zentrum für alpine Waldwirtschaft

Ein Artikel von Robert Spannlang, redaktionelle Bearbeitung | 22.02.2026 - 12:38

Ein Großteil der Wälder in den Alpen haben eine primäre Schutzfunktion. Doch auch sie geraten im Klimawandel zunehmend unter Druck. Die Eva Mayr-Stihl Stiftung fördert deshalb das Zentrum für alpine Waldwirtschaft an der Technischen Universität München (TUM). Im Fokus der Forschung stehen ein besseres Verständnis dieser Auswirkungen und zukunftsfähige Konzepte zum Erhalt der Schutzwälder.
Ob und inwieweit die Schutzwälder in den Alpen diese Funktion künftig noch ausüben können, ist bislang unklar. Zugleich steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Schneelawinen, Murgängen und Steinschlag kommt, also eben solchen Ereignissen, deren Auswirkungen Schutzwälder abmildern. In den kommenden viereinhalb Jahren wird das Zentrum für alpine Waldwirtschaft mit der Förderung durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung erforschen, wie sich diese Entwicklungen auf die Alpenwälder auswirken und wie man diesen Wandel aktiv gestalten kann.
Fünf TUM-Professorinnen und -Professoren der Klima- und Forstwissenschaften bündeln im Zentrum ihre Expertise, um ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen und zukünftigen Situation zu ermitteln. Annette Menzel, Professorin für Ökoklimatologie an der TUM und Leiterin des Zentrums, erklärt: „Wir arbeiten intensiv daran, ein besseres ökologisches und soziales Verständnis des alpinen Bergwald-Systems zu erlangen.“ Gemeinsam mit Co-Leiter Thomas Knoke (Waldinventur und nachhaltige Nutzung), Rupert Seidl (Ökosystemdynamik und Waldmanage-
ment), Richard L. Peters (Tree Growth and Wood Physiology) und Cornelius Senf (Earth Observation for Ecosystem Management) wird sie das Zentrum für alpine Waldwirtschaft betreiben.