Die Tour der drei Forsttechnik-Hersteller machte Halt in der Obersteiermark, genauer auf dem Gelände der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Grabnerhof in Admont. Unter den Besuchern waren Forstunternehmer, Waldbauern und andere Waldbesitzer, Brennholzhändler- und -produzenten sowie Lohnunternehmer aus dem Bereich Landwirtschaft, darunter Profis sowie Nebenerwerbsland- und -forstwirte. Gut die Hälfte der Teilnehmer waren bereits Kunden von einem der drei Veranstalter oder zumindest miteinander bekannt, die andere Hälfte potenzielle Neukunden.
„Wir haben die gleiche Kundenzielgruppe. Unser Produktprogramme überschneiden sich kaum, sondern ergänzen sich“, beschreibt Peter Voderholzer, Marketingleiter bei Pfanzelt eine der Beweggründe der Zusammenarbeit zwischen Posch, Eschlböck sowie Pfanzelt. „Ziel war es, die Maschinen und Geräte live unter realen Arbeitsbedingungen zu präsentieren – statt als blank polierte Exponate auf Messen. Das waldwärts-Format mit Demotour ist zudem kostengünstiger als ein klassischer Messestand,“ führt Voderholzer weiter aus.
Auf den fünf im Oktober des Vorjahres durchgeführten Stationen wurden die gleichen Maschinen und Forstgeräte präsentiert. Die vier Stationen in Deutschland waren im Wald, die Station im Bezirk Liezen in Österreich fand am Waldrand statt. „Alle unsere Maschinen – egal ob von Posch, Pfanzelt oder Eschlböck – sind flexibel einsetzbar. Die Maschinen unserer Kunden müssen sich im Realbetrieb genauso den örtlichen Gegebenheiten anpassen“, erklärt Hans-Peter Hackl, Marketing- und Vertriebsleiter bei Posch.
Die Teilnehmerzahl an der Demotour war bewusst begrenzt, um allen Besuchern einen intensiven Einblick zu ermöglichen. So konnten die Maschinen aus nächster Nähe erlebt, vorgeführt und erklärt werden. Viele Teilnehmer hatten zudem die Möglichkeit, sie selbst zu testen – sei es am Steuer einer Maschine oder an einem der Bearbeitungsgeräte. Die begrenzte Gruppengröße erleichterte auch die zeitliche und personelle Betreuung. Hackl schätzt, dass rund 10 % der Besucher die Maschinen selbst ausprobierten. Aus Zeitgründen sei dies nicht für alle möglich gewesen, zumal insbesondere große Maschinen wie der Pm Trac von Pfanzelt oder größere Hacker von Eschlböck Erfahrung in der Bedienung erfordern.
Ein Baumstamm – viele Bearbeitungsmöglichkeiten
Der ausgefahrene und aufgeklappte Posch Spaltfix K-700 Vario mobil wurde vom Pfanzelt Rückewagen mit Stämmen bis zu 4 m versorgt. © Pfanzelt, Eschlböck, Posch
Aufgebaut war ein Parcours mit mehreren Stationen. Dieser wurde bei allen fünf Stationen an die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Gezeigt wurden nicht nur Maschinen, die bauartlich miteinander verbunden sind – beispielsweise der K Trac 1230 von Pfanzelt mit Forstkran und Seilwinde in Kombination mit einem Eschlböck-Hacker des Typs Biber 84 Z –, sondern auch Geräte, die in einem gemeinsamen Arbeitsbild zusammenwirken. So belädt etwa der PM Trac von Pfanzelt mit seinem Kran Holzstücke von 1 bis 4 m Länge in den großen Sägespaltautomaten K-700 Vario mobil von Posch.
Der Biber 84 Z ist über die Zapfwelle mit dem K Trac verbunden. Über die Eschlböck-Steuerung lassen sich mit der Pfanzelt-Maschine nunmehr sowohl das Manipulieren als auch das Hacken durchführen. Gröberes Hackgut wurde mittels eines Marox Powertruck-Lkw mit einem Biber 84-Hacker aufgearbeitet.
Zu sehen auf dem Gelände der Forstschule war auch die Forstraupe Moritz FR 75 mit Traktionsseilwinde von Pfanzelt in Kombination mit einem Biber 2 von Eschlböck. „Mit dieser Kombination kann ich beispielsweise Weiden entasten. Die Raupe kann über Stock und Stein fahren. Das Holz wird sofort zerkleinert. Zusammen mit einem Traktor mit Kipper oder Pritschenwagen ist das eine ideale Kombination für Bauern. Mit einer Fernbedienung wird diese Kombination auch in unserem eigenen Unternehmen genutzt“, erklärt Eschlböck-Vertriebsleiter Alexander Eschlböck-Kumschier. Pfanzelt präsentierte in Admont den Pm Trac 3830 mit Forstkran inklusive Westtech CS510-Greiferwäge sowie Seilwinde.
Gezeigt wurde zudem der sichere und ergonomische Senkrechtspalter Ferdinand für Meterholz, benannt nach dem Firmengründer Ferdinand Posch. Selbst ausprobieren konnte man bei Posch auch die Brennholzsäge SmartCut oder den Auto-Split 250 zur Produktion von Anzündholz.
Drei Unternehmen – viele Gemeinsamkeiten
Starke Teamarbeit: Peter Voderholzer, Pfanzelt, Hans-Peter Hackl, Posch sowie Alexander Eschlböck-Kumschier, Eschlböck (v. li.) © Pfanzelt, Eschlböck, Posch
Laut übereinstimmenden Aussagen teilen die drei Unternehmen Posch, Pfanzelt und Eschlböck zahlreiche Gemeinsamkeiten. Alle drei sind Familienunternehmen, die qualitativ hochwertige und zugleich innovative Produkte entwickeln und herstellen. Die Produktion erfolgt in Deutschland und in Österreich. Das Produktportfolio besteht zumeist aus komplexen, erklärungsbedürftigen, aber auch zumeist hochpreisigen Maschinen und Anlagen. Bei allen drei Unternehmen wird großer Wert auf Sicherheit gelegt – sowohl in der Verarbeitung als auch in der Handhabung der Maschinen und Geräte. Abgerundet wird das Gesamtbild durch umfassenden Service und eine persönliche After Sales-Betreuung.
Gelungenes Konzept
Die erste waldwärts-Demotour war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Das Gesamtkonzept erarbeiteten die drei Forsttechnik-Hersteller gemeinsam. Die Zusammenarbeit wurde von allen gelobt, jeder brachte Ideen und Vorschläge ein. Die Mitarbeiter arbeiteten vor Ort unternehmensübergreifend zusammen. Auch das Feedback der Kunden und Teilnehmer fiel durchwegs positiv aus.
Es gibt bereits Termine für die Demotour 2026 in Österreich. Am 6. Mai im Raum Landeck und am 8. Mai im Raum Tulln.
Fazit
Die waldwärts-Demotour 2025 in Admont hat einmal mehr gezeigt, dass praxisnahe Vorführungen unter realen Arbeitsbedingungen für Fachbesucher einen erheblichen Mehrwert bieten. Die Kombination aus Live-Demonstrationen, Selbsttests der Maschinen und persönlicher Beratung ermöglichte einen intensiven Einblick in die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Forsttechnik von Posch, Pfanzelt und Eschlböck. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die enge Zusammenarbeit der drei Hersteller – von der Planung über die Durchführung bis zum Service – ein überzeugendes Gesamtkonzept schafft, das sowohl bestehende Kunden als auch potenzielle Neukunden anspricht. Die positive Resonanz der Teilnehmer unterstreicht den Erfolg des Formats und legt den Grundstein für weitere Stationen der Demotour 2026.