2025 wurden in Deutschland 251 Spezialmaschinen für den professionellen Forsteinsatz abgesetzt, wie aus der Forstmaschinen Statistik 2025 des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), Groß-Umstadt/DE, hervorgeht. Das sind 17 Maschinen oder 6,3% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (2024: 268 Maschinen). Die Zahl entspricht 68,9% des langjährigen Mittels von 364 verkauften Spezialmaschinen seit 2008.
Im Vorjahr wurden in Deutschland 188 hochmechanisierte Forstmaschinen (CTL-Maschinen, Englisch für „Cut-to-length“) abgesetzt – ein Rückgang um 24% gegenüber dem Vorjahr mit 299 Maschinen. Im Jahr 2025 entfielen 99 Maschinen auf Harvester. Das entspricht einem Rückgang um zehn Einheiten beziehungsweise 9% gegenüber 2024 und liegt damit auch auf dem Niveau des langjährigen Mittels, das dem Wert von 2024 entspricht. 89 Forwarder wurden verkauft. Das sind zwölf Maschinen oder 12% weniger als im Vorjahr (2024: 101 Maschinen). Im Vergleich zum langjährigen Mittel ist das ein Rückgang von 36% (139 Maschinen).
Der Absatz von Forstspezialschleppern sank von 31 im Jahr 2024 um knapp die Hälfte auf 17 im Jahr 2025. Das ist ein Rückgang von 54%. Die Anzahl der verkauften Forstschlepper ist in Deutschland um 67% auf 40 Maschinen gestiegen.
2025 wurden in Deutschland 884 Rückeanhänger ausgeliefert, nach 1171 im Jahr 2024 und 1194 im Jahr 2023. Damit lag das Niveau rund ein Viertel unter jenem der beiden Vorjahre.
Einsatzprofil und technische Weiterentwicklung
80% der verkauften Harvester waren Achtradmaschinen. Rund 86% der vom KWF erfassten Harvester mit entsprechenden Angaben sind mit Kommunikations- und Positionssystemen ausgestattet. Etwa 5% der Neumaschinen verfügen über Traktions- beziehungsweise Synchronwinden, während rund 95% ohne Winde ausgeliefert werden.
Alle erfassten Forwarder sind Achtradmaschinen, deren Nutzlast überwiegend bei 12 bis 14 t liegt, wobei bei gut einem Viertel keine Angaben vorliegen. Reifenbreiten von mindestens 700 mm haben die früher üblichen 600-mm-Varianten vollständig abgelöst. Die 2025 ausgelieferten Maschinen waren nahezu durchgehend ohne Traktionswinde ausgestattet, was auf einen verstärkten Einsatz externer Technik hinweist. Gleichzeitig hat sich die Kranreichweite deutlich erhöht: Der Anteil von Forwardern mit über 10 m Reichweite stieg von 5% im Jahr 2024 auf rund 40% im Jahr 2025.
Die meisten Harvester und Forwarder wurden nach Baden-Württemberg, Bayern sowie Niedersachsen geliefert. Laut KWF lässt sich eine Korrelation zwischen den Verkaufszahlen sowie der Waldstruktur und dem anhaltenden Schadholzaufkommen feststellen.
Mehr CTL-Maschinen abgesetzt
In Österreich wurden im vergangenen Jahr 64 Forstspezialmaschinen und damit eine Maschine weniger als 2024 verkauft. Im Vergleich zum langjährigen Mittel seit 2009 ist das ein Plus von 21% (53 verkaufte Spezialmaschinen).
33 neue Harvester fanden im Vorjahr Käufer. Das sind 3 Maschinen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das langjährige Mittel liegt bei 24 Harvestern. 30 Forwarder wurden im Vorjahr verkauft. Das sind vier mehr als 2024. Der langjährige Mittelwert liegt bei 24 Forwardern/Jahr.
Für 2025 wurde wie bereits im Vorjahr lediglich ein Forstspezial- beziehungsweise Forstschlepper gemeldet sowie 141 verkaufte Rückeanhänger. Im Jahr 2024 lag die Zahl der in Österreich abgesetzten Rückeanhänger noch bei 326 Stück.
Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz insgesamt 31 Spezialmaschinen für den professionellen Forsteinsatz verkauft beziehungsweise gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 29% gegenüber 2024 (24 Maschinen), liegt jedoch unter dem langjährigen Durchschnitt (77% von 40 Maschinen pro Jahr).
Die Entwicklung nach Maschinentyp zeigt ein gemischtes Bild: Harvester gingen um zwei auf sechs Maschinen zurück, während Forwarder um fünf auf 15 Einheiten zulegten. Bei Forstspezial- beziehungsweise Forstschleppern wurden neun Maschinen gemeldet (+3). Rückeanhänger gingen hingegen deutlich auf 21 Stück zurück (–13 gegenüber 2024).
Seit 2016 werden auch Forstspezial-, Forstschlepper- und Kombimaschinen statistisch erfasst, jedoch aufgrund der geringen Rückmeldequoten bislang nicht weiter analysiert. Rückeanhänger sind seit 2023 Teil der Erhebung.
Seit 2021 fließen ausschließlich tatsächlich gemeldete Verkaufszahlen in die Auswertung ein – Schätzungen zur Ergänzung fehlender Herstellerdaten entfallen. Für den CTL-Bereich haben die meisten Hersteller Daten geliefert. Bei Kombischleppern sowie Forstspezial- und Forstschleppern ist laut KWF von etwas höheren tatsächlichen Verkaufszahlen auszugehen.