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Blick in den Wald der Zukunft der ÖBf in Niederösterreich © ÖBff/Florian Platter

20 Jahre EUSTAFOR

Europas Staatsforste als starke Stimme für den Forst

Ein Artikel von Robert Spannlang, redaktionelle Bearbeitung | 26.02.2026 - 10:58

2026 feiert die European State Forest Association (EUSTAFOR) 20 Jahre Zusammenarbeit der staatlichen Forstorganisationen Europas und würdigt damit zwei Jahrzehnte als starke Stimme der öffentlichen Waldbewirtschaftung im Zentrum der EU-Politikgestaltung. EUSTAFOR vereint mittlerweile 40 staatliche Forstorganisationen aus 29 europäischen Ländern, die für die nachhaltige Bewirtschaftung eines Drittels der Wälder in Europa verantwortlich zeichnen. Als Stimme der staatlichen Wälder bringt der Verband praxisnahes Know-how in die europäische Politikgestaltung ein und stärkt die Rolle der Forstwirtschaft für Bioökonomie, Klimaschutz und Biodiversität. Zugleich fördert EUSTAFOR den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern in ganz Europa. Seit der Gründung von EUSTAFOR bringen sich die Österreichischen Bundesforste aktiv in die Erarbeitung gemeinsamer Positionen ein und gestalten die strategische Ausrichtung der Organisation in führenden Rollen maßgeblich mit. 

Anlässlich des Jubiläums plant EUSTAFOR eine Reihe von Aktivitäten sowie die Präsentation ihrer Strategie 2026+. Neben einem modernisierten visuellen Auftritt inklusive Jubiläumslogo wurde auf www.eustafor.eu bereits eine neue, öffentlich ausgerichtete Website lanciert. 

Am 19. März lädt EUSTAFOR im Vorfeld des Internationalen Tages des Waldes zu einer öffentlichen Pop-up-Veranstaltung auf dem Place du Luxembourg in Brüssel ein, um mit Bürgerinnen und Bürgern sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern in den Austausch zu treten. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die hochrangige Konferenz „Growing Together – 20 Years of EUSTAFOR“ am 16. April in Brüssel. Vertreterinnen und Vertreter aus EU-Institutionen, Mitgliedstaaten, Forstwirtschaft, Industrie, NGOs und Forschung diskutieren dabei die Entwicklung der europäischen Waldpolitik, Perspektiven für resiliente Wälder bis 2050 sowie die neue EUSTAFOR-Strategie.

Europas Wälder sind entscheidend für die grüne Transformation, die Bioökonomie und einen resilienten ländlichen Raum. Seit 20 Jahren setzt sich EUSTAFOR dafür ein, dass die EU-Politik auf den Realitäten der Waldbewirtschaftung basiert. Dieses Jubiläum ist sowohl Anlass zur Reflexion als auch ein Aufruf, den Blick nach vorne zu richten.


Juha Niemelä, Präsident von EUSTAFOR und CEO der Finnischen Staatsforste.

Europa muss sich im internationalen Wettbewerb behaupten – und beim Rohstoff Holz sind wir Weltklasse. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere im Holzbau, zählen Europas Unternehmen zu den Innovationstreibern. Kein anderer Kontinent bewirtschaftet seine Wälder so nachhaltig wie Europa. Gleichzeitig stehen wir vor großen Herausforderungen: Unsere Wälder sind stark vom Klimawandel betroffen und spielen doch eine Schlüsselrolle im Klimaschutz. Um Weltklasse zu bleiben, braucht es weiterhin eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie eine starke gemeinsame Stimme der staatlichen Forstbetriebe, um Europas Wälder klimafit weiterzuentwickeln.


Georg Schöppl, Vizepräsident von EUSTAFOR und ÖBf-Vorstandssprecher.