Forsteinrichtung

Schnellere Erkennung von Waldschäden per Satellit

Ein Artikel von Philipp Matzku (für forstzeitung.at bearbeitet) | 07.04.2026 - 14:05
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Diagramm mit Störungsflächen nach Hauptbaumarten und Störungsjahren. © Thünen-Institut/Karsten Dunger

Das fernerkundungsbasierte Nationale Erfassungssystem für Waldschäden (FNEWs) wurde dafür umfassend ausgebaut. Es basiert auf Daten des Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-2, mit denen abgestorbene Waldflächen automatisiert erkannt und visualisiert werden. Das System erweitert bestehende Monitoring- und Inventurverfahren um jährlich erhobene, hochauflösende und flächendeckende Daten zu Schäden durch Sturm, Dürre oder Insektenbefall.

Seit 2024 überführt das Thünen-Institut für Waldökosysteme die entwickelten Methoden und Ergebnisse in ein operatives Monitoringsystem. Dabei werden die im Projekt auf regionaler Ebene erarbeiteten Prozesse und Algorithmen auf ganz Deutschland ausgeweitet, um Waldschäden flächendeckend zu erfassen. Karten und Statistiken zeigen detailliert, wo Schäden auftreten und wie sie sich verteilen.

Die Daten sind frei zugänglich und lassen sich über Webdienste oder eine Open-API in Geoinformationssysteme integrieren. Das System wird kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert, sodass die Ergebnisse stets dem Stand der Forschung entsprechen.