Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) legten 2025 trotz klimatischer Herausforderungen erneut ein achtbares Ergebnis vor Steuern vor. Es sank zwar von 49,5 Mio. € auf 42,9 Mio. €, blieb damit aber noch immer das viertbeste der Unternehmensgeschichte. Die Betriebsleistung ging von 372,1 auf 341,5 Mio. € zurück, das EBIT – also der Gewinn vor Zinsen und Steuern – von 49,3 Mio. € auf 43,4 Mio. €.
Wesentliche Ursachen für die leichten Rückgänge waren eine bewusst um rund 10% reduzierte Holzernte sowie niedrigere Strompreise. Insgesamt wurden 1,8 Mio. Efm Holz eingeschlagen, um die günstigere Schadholzsituation für waldbauliche Maßnahmen zu nutzen und mehr Holzvorrat im Wald zu belassen. Die Nachfrage nach Holz blieb 2025 in allen Segmenten hoch, wodurch gute Holzpreise erzielt werden konnten.
Der Schadholzanteil verringerte sich gegenüber 2024 deutlich von 75% auf rund 50%. In Summe fielen etwa 900.000 Efm Schadholz an. Je rund 300.000 Efm entfielen auf Borkenkäfer und Sturm, rund 230.000 Efm auf Schneebruch. Die Waldschadensbilanz sank von 49,2 Mio. € auf 30,5 Mio. €, blieb aber auf hohem Niveau. Für Waldpflege wurden 15,8 Mio. € aufgewendet.
Stärkster Ergebnisbringer blieb der Bereich Immobilien/Tourismus mit einem EBIT von 35,1 Mio. €. Die Betriebsleistung stieg hier um 9,3% auf 74,3 Mio. €. Im Bereich Erneuerbare Energie sank das EBIT 2025 im Vergleich zum Jahr davor um 51,1% auf 8,2 Mio. € – vor allem wegen gesunkener Strompreise. Die Stromproduktion aus Wasser, Wind und Biomasse erreichte mit rund 340 GWh dennoch einen Höchstwert. Bis 2030 planen die ÖBf Investitionen von rund 140 Mio. € in erneuerbare Energie, vor allem in Windkraft.
Für 2026 sehen die Bundesforste den Klimawandel weiter als größte Herausforderung. Über ein neues „Wald-Klima-Konto“ sollen Erlöse aus bestandesstabilisierenden Pflegemaßnahmen und Durchforstungen künftig zweckgewidmet für Waldpflege und Forstschutz angespart werden. Dies deshalb, um sich den „Mokka“ – also den Luxus verstärkter Pflegemaßnahmen – auch in wirtschaftlich schlechteren Jahren immer noch leisten zu können.