UN-WELTKLIMAKONFERENZ COP30

Minimalkompromiss für Klimaziele

Ein Artikel von Philipp Matzku (für Forstzeitung.at bearbeitet) | 24.11.2025 - 16:19

Gleichzeitig verankert der Beschluss ein wichtiges Signal, dass „mehr Anstrengung nötig ist, um die Erderwärmung zu begrenzen und die Lücke zum 1,5°-Ziel zu schließen“, betont der Bundesminister. „Die europäische Klimapolitik wird jedenfalls auf Kurs bleiben, sich an den Maßgaben des europäischen Klimagesetzes orientieren und vorzeigen, dass Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich kombiniert werden können. Für Österreich ist klar, dass wir unseren Weg mit erneuerbarer Energie weitergehen und noch stärker daran arbeiten, unsere Klimaschutztechnologien zu exportieren.“ So fehle etwa ein Fahrplan zum schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern.

Die wichtigsten politischen Entscheidungen des Belém-Pakets:

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen
    Die COP30 betont die Dringlichkeit, die 1,5°-Lücke zu schließen, und startet die „Belém Mission“, um Länder zu ambitionierteren Klimazielen zu bewegen.
  • Finanzierung der Anpassung an den Klimawandel
    Ab 2035 soll die Klimaanpassungsfinanzierung verdreifacht werden, ohne dass eine konkrete Vergleichsbasis genannt wird.
  • Anpassungsindikatoren
    Rund 60 „Belém Adaptation Indicators“ sollen die Anpassung der Länder messbar machen, Details werden bis COP32 (in Äthiopien) ausgearbeitet.
  • „Just Transition" – sozial verträglicher Übergang
    Der Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft soll sozial verträglich gestaltet werden. Ein Mechanismus zur Koordination und Wissensvermittlung wird bis zur COP31 im Jahr 2026 (in der Türkei) ausgehandelt.

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