Der Predator 2 1700 M ist für besonders anspruchsvolle Einsätze ausgelegt. Er verfügt über eine Schnittbreite von 1,7 m und einen hydraulisch hochklappbaren Frontschutz. Dieser soll vor allem dort Vorteile bringen, wo dichter Bewuchs, unbekannte Hindernisse oder schwierige Geländeverhältnisse zu erwarten sind. Ebenfalls 1,7 m Schnittbreite bietet der Predator 2 1700 H. Diese leichtere Ausführung ist für weiterreichende Ausleger sowie für die Montage an Kranen und Baggern konzipiert. Das „H“ steht für Hydraulik: Der Rotor wird über einen eigenen Hydraulikantrieb versorgt. Neu im Programm ist der Predator 2 1300 H mit 1,3 m Schnittbreite, der vor allem für kompaktere Trägergeräte und enge Einsatzbereiche ausgelegt ist.
Mehr Reichweite am Böschungsrand
Besonders wirksam werden die H-Modelle in Kombination mit dem neuen Auslegerarm Extendo 610. In Verbindung mit dem Predator 2 1700 H erreicht Kronos eine Distanz von 6,1 m von der Traktormitte bis zur Außenkante des Mulcherkopfs. „Damit lassen sich auch hohe Böschungen mulchen“, unterstreicht Gerhard Pömmer, Österreich-Importeur von Kronos-Maschinen. Beim Extendo 610 ist die Kolbenpumpe für den Hydraulikantrieb im Chassis untergebracht. Die Bewegungen des Auslegers werden über die Traktorhydraulik versorgt. Durch diese getrennte Ölversorgung von Mulchbetrieb und Kranbewegung wird eine konstant hohe Mulchqualität erreicht. Der Ausleger wird vom Fahrersitz aus per Joystick gesteuert. Wird ein Mulchkopf der H-Serie auf einem herkömmlichen Kranarm montiert, erfolgt die Versorgung direkt über die Hydraulik des Trägergeräts. In beiden Fällen sorgt ein mit Stickstoff gefüllter Schockabsorber dafür, dass die Mulchköpfe bei mechanischen Barrieren am Untergrund seitlich nachgeben können, um Schäden am Mulcher zu verhindern.
Hydraulik für gleichmäßige Arbeit
Für wechselnde Geländekonturen kann die Mulchersteuerung in Schwimmstellung betrieben werden. Der Mulcher gleitet dann auf Gleitkufen über den Untergrund, während sich die Neigung des Mulchkopfs den Bodenverhältnissen anpasst. Das ist vor allem bei unebenem Gelände von Vorteil, bei dem starre Arbeitspositionen ungleichmäßigen Mulchbildern oder höherem Materialverschleiß führen können.
Bewährt hat sich der robuste Kettenmulcher insbesondere an Forststraßenrändern mit schnell wachsenden Ruderalpflanzen, Sträuchern und Buschwerk. Seine Stärke liegt dort, wo der Bewuchs dicht ist und sich Hindernisse darin verbergen könnten. „Deshalb eignet sich der Kettenmulcher besonders für schwieriges Gelände oder für Lohnarbeiten, bei denen der Fahrer nicht weiß, was sich unter dem Bewuchs befindet“, erklärt Pömmer. Für die Montage des Extendo 610 empfiehlt Kronos einen Traktor mit mindestens 6,5 t Eigengewicht und eine Dreipunktabstützung zur Schonung der Hydraulik. Neben den Kettenmulchern lassen sich am Extendo 610 auch die Schlegelmulcher Müthing MU-H 140 und MU-H 220 montieren. Sie sind für flächige Mulcharbeiten auf Wiesen, Brachen und weniger anspruchsvollem Terrain gedacht. Je nach Einsatz kann zwischen den Endgeräten von Kronos und Müthing relativ rasch gewechselt werden. Die Schlegel der Müthing-Mulcher sind nicht starr montiert, sondern können bei Unebenheiten seitlich ausweichen. Das erhöht die Anpassungsfähigkeit und reduziert Belastungsspitzen im Arbeitseinsatz.
Robuste Technik, flexible Nutzung
Kronos vermarktet seine Mulchtechnik als robuste und wirtschaftliche Lösung. Gerhard Pömmer verweist dabei auf die hohe Fertigungstiefe des Herstellers. Sie verringere den Logistikaufwand, halte die Preise niedrig und erhöhe zugleich die Verlässlichkeit bei der Lieferung von Maschinen und Ersatzteilen. „Im Vergleich zu ähnlichen Produkten anderer Hersteller sind wir meist günstiger und bieten dennoch sehr langlebige, robuste Geräte an“, sagt er. Für Anwender bedeutet das vor allem Flexibilität: Die Predator-Modelle decken unterschiedliche Schnittbreiten, Reichweiten und Montagearten ab. Der Extendo 610 erweitert den Einsatzbereich deutlich, während der Wechsel zwischen Ketten- und Schlegelmulcher eine Anpassung an sehr unterschiedliche Vegetations- und Geländetypen ermöglicht. Die ersten Extendo 610 mit Predator 2 1700 H laufen beim Stift Aigen-Schlägl und in Pyhrn bei Liezen.
Gerade für Forstbetriebe gewinnt die laufende Pflege des Wegenetzes an Bedeutung. Häufigere Durchforstungen, jagdliche Erfordernisse und nicht zuletzt mögliche Löscheinsätze bei Waldbränden setzen gut erreichbare und befahrbare Forststraßen voraus. Bei fachgerechtem Einsatz der Predator-Modelle bleibt die Bearbeitungsebene rund 8 cm über dem Erdboden. Dadurch werden Bodenlebewesen geschont, während der Bewuchs zuverlässig zurückgenommen wird